In den letzten Monaten haben sich die Preise für Gaming‑Grafikkarten auf dramatische Weise erhöht. Diese Entwicklung ist durch mehrere unabhängige Quellen bestätigt.
Bestätigte Preissprünge bei Nvidia High-End-Modellen
Golem berichtet über massive Preissteigerungen der Nvidia Blackwell‑Serie (RTX 5000). Die GeForce RTX 5090 kostete laut Preisvergleichen im Juli 2026 circa 4 150 €. Aktuell liegt ihr Preis bei bis zu 7 800 € – ein Plus von rund 88 % innerhalb weniger Monate ([golem.de](https://www.golem.de/news/nvidia-amd-intel-grafikkarten-werden-knapp-und-fast-unbezahlbar-2611-214790.html?utm_source=openai)).
Parallel dazu erwähnt ComputerBase, dass der Medianpreis einer RTX 5090 bei Händlern von rund 2 000 € (Sommer 2025) auf etwa 2 500 € gestiegen ist – in Spitzenangeboten sogar bis zu 3 400 € ([computerbase.de](https://www.computerbase.de/artikel/grafikkarten/gaming-grafikkarten-preisanstieg-anfang-2026.95780/?utm_source=openai)).
Breiter Preisanstieg im GPU‑Segment
Die Idee, dass es sich um ein generelles Phänomen handelt, unterstreicht PCGamesHardware. Demnach haben sich Preise vieler Grafikkartenmodelle zwischen Juni 2025 und September 2026 verdoppelt oder deutlich erhöht. Beispielsweise verteuerte sich die RTX 5090 um +108 %, RTX 5080 um +23 % und diverse Mittelklasse‑Modelle wie RTX 5060 oder RX 9060 XT um 18–25 % ([pcgameshardware.de](https://www.pcgameshardware.de/Grafikkarten-Grafikkarte-97980/Specials/Preise-Entwicklung-Vergleich-Ranking-guenstig-kaufen-1553036/?utm_source=openai)).
Deutschland-spezifische Situation und Speicherkrise
Hardware Unboxed und PCGamesHardware heben hervor, dass in Deutschland die durchschnittlichen Preise aktueller GPU‑Generationen (Blackwell, RDNA‑4, Arc Battlemage) inzwischen rund 45 % über den UVPs liegen. Die RTX 5090 kostet hier teilweise knapp unter 8 000 €, die RTX 5080 ist um 77 % über UVP ([pcgameshardware.de](https://www.pcgameshardware.de/Preisvergleich-Thema-231568/News/GPU-Grafikkarten-RTX-5000-RX-9000-Arc-B-1558465/?utm_source=openai)).
Eine Analyse von 3DCenter belegt, dass Grafikkarten zwischen September und Oktober 2026 im Schnitt um +15,6 % teurer wurden, was das Preisspiegel insgesamt auf das 1,65‑fache des Zeitpunkts vor der Speicherkrise hebte. Die RTX 5090 erreichte gar annähernd das Dreifache des Preises vom September 2025 ([3dcenter.org](https://www.3dcenter.org/artikel/speicherkrise-preisindex-oktober-2026?utm_source=openai)).
Fazit und Kontext
- Der Preisanstieg ist systematisch und breit gefächert: vom High-End‑Flaggschiff bis zur Mittelklasse.
- Speicherknappheit (insbesondere GDDR6/7) trägt signifikant zur Kostenerhöhung bei, was sich im Handel durch deutlich höhere Preise niederschlägt.
- Deutschland entwickelt sich zum teureren Markt: Viele Modelle liegen weit über ihren ursprünglichen UVPs.
Insgesamt ergibt sich ein klares Bild: Der GPU‑Markt befindet sich aktuell in einer Preiskrise, die durch globale Lieferengpässe, anhaltende Speicherknappheit und hohe Nachfrage – unter anderem für KI‑Anwendungen – befeuert wird.
