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Wie kommt Diclofenac in den Körper?
Diclofenac ist ein weit verbreitetes nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR), das zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen eingesetzt wird. Es wird häufig bei Erkrankungen wie Arthritis, Menstruationsbeschwerden und postoperativen Schmerzen verschrieben. Doch wie gelangt Diclofenac in den Körper und wie wirkt es? In diesem Artikel werden wir die verschiedenen Wege untersuchen, auf denen Diclofenac in den menschlichen Organismus gelangt, sowie seine Wirkungsweise und mögliche Nebenwirkungen.
Die verschiedenen Verabreichungsformen von Diclofenac
Diclofenac kann auf verschiedene Arten verabreicht werden, was den Weg, den es in den Körper nimmt, beeinflusst. Die häufigsten Verabreichungsformen sind:
- Orale Einnahme: Diclofenac ist in Form von Tabletten oder Kapseln erhältlich. Nach der Einnahme gelangt es über den Magen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf.
- Topische Anwendung: Diclofenac-Gele oder -Salben werden direkt auf die Haut aufgetragen. Diese Form der Anwendung ermöglicht eine gezielte Behandlung von Schmerzen in bestimmten Körperbereichen.
- Injektionen: In einigen Fällen kann Diclofenac auch intramuskulär injiziert werden, was eine schnellere Wirkung ermöglicht.
Der Weg durch den Magen-Darm-Trakt
Bei der oralen Einnahme wird Diclofenac im Magen aufgenommen. Die Magensäure hilft, die Tablette oder Kapsel aufzulösen, sodass der Wirkstoff freigesetzt wird. Anschließend gelangt das Diclofenac in den Dünndarm, wo es durch die Darmwand in den Blutkreislauf aufgenommen wird. Dieser Prozess kann je nach Nahrungsaufnahme und individueller Verdauungsgeschwindigkeit variieren.
Die Bioverfügbarkeit von Diclofenac, also der Anteil des Wirkstoffs, der tatsächlich im Blut ankommt, liegt bei etwa 50-60%. Dies bedeutet, dass ein Teil des Medikaments durch den ersten Pass-Effekt in der Leber metabolisiert wird, bevor es den systemischen Kreislauf erreicht. Dies kann die Wirksamkeit des Medikaments beeinflussen.
Topische Anwendung und ihre Vorteile
Die topische Anwendung von Diclofenac hat den Vorteil, dass der Wirkstoff direkt an die Stelle des Schmerzes gelangt, ohne den gesamten Körper zu belasten. Bei dieser Form der Anwendung wird Diclofenac durch die Haut in die darunterliegenden Gewebe aufgenommen. Studien haben gezeigt, dass die topische Anwendung von Diclofenac bei bestimmten Erkrankungen, wie z.B. Arthritis in den Händen oder Knien, ebenso wirksam sein kann wie die orale Einnahme, jedoch mit einem geringeren Risiko für systemische Nebenwirkungen.
Die Wirkung von Diclofenac im Körper
Diclofenac wirkt, indem es die Produktion von Prostaglandinen hemmt, die für die Entstehung von Schmerzen und Entzündungen verantwortlich sind. Es blockiert das Enzym Cyclooxygenase (COX), das an der Synthese dieser Substanzen beteiligt ist. Durch die Hemmung der Prostaglandinproduktion wird die Schmerzempfindung reduziert und Entzündungen werden gemildert.
Nebenwirkungen und Risiken
Trotz seiner Wirksamkeit kann Diclofenac auch Nebenwirkungen verursachen. Zu den häufigsten gehören Magenbeschwerden, Übelkeit und Schwindel. Langfristige Anwendung kann das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Magen-Darm-Blutungen erhöhen. Daher ist es wichtig, Diclofenac nur nach ärztlicher Anweisung und in der empfohlenen Dosierung einzunehmen.
Fazit
Diclofenac ist ein effektives Schmerzmittel, das auf verschiedene Arten in den Körper gelangt. Ob durch orale Einnahme, topische Anwendung oder Injektionen – jeder Weg hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Es ist entscheidend, die richtige Verabreichungsform und Dosierung zu wählen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen und gleichzeitig das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren. Bei Fragen oder Bedenken sollte immer ein Arzt konsultiert werden.

